Cold Calls, die digitale Pest

Fritzfon

Eben hatte ich einen Cold Call aus Singapur in gebrochenem Deutsch. Bitcoins sind ja der neueste Schrei. Die machten sich noch nicht mal die Mühe einer deutschen Telefonnummer.

Gestern hatte ich einen Cold Call in gebrochenem Deutsch aber mit deutscher Telefonnummer. Google Adwords, der neueste Schrei. Ganz klar waren Call Center Geräusche zu hören.

Mittlerweile fange ich an, mich mit internationalen Vorwahlen auszukennen. Indien, Niederlande, Frankreich – viele Cold Calls aus diversen Ländern hatte ich schon. Bloß blöd, wenn dann ein Bekannter aus Frankreich anruft. Na ja, am Freitag war ich wohl neugierig und ging trotzdem dran. Glück gehabt.

Zwei Erkenntnisse:

  1. Meine Telefonnummern sind auf irgendwelchen Listen gelandet. Die wohl gut gehandelt werden, obwohl ich (wenn ich dann mal drangehe) umgehend ruppig werde und auflege.
  2. Deutsche Telefonnummern sind auch nicht mehr das, was sie früher mal wert waren. Ist heutzutage auch kein Hexenwerk, ich habe auch deutsche oder ausländische Telefonnummern für „spezielle Zwecke“

Zwei Maßnahmen:

  1. Keine Rufnummerportierung mehr. Solche Cold Calls laufen sowohl auf meiner Mobilnummer als auch auf meinen Festnetznummern auf. Deswegen lasse ich beim DSL-/Festnetzwechsel von O2 zu EWR auch meine Nummer nicht portieren. Und im April, wenn ich den Mobilfunkanbieter wechsle, werde ich auch keine Portierung machen.
  2. Ich werde eine „Firewall“ hochziehen. Unbekannte, ausländische oder unterdrückte Rufnummern landen demnächst direkt auf der Sprachbox.

Die Digitalisierung erleichtert auch dies: Haufenweise Call Center mit x-beliebigen Rufnummer, und der Handel mit Rufnummernlisten.

Diese Cold Calls sind die reinste digitale Pest. Ich warte nur darauf (NEIN!), dass der erste Cold Call Bot, ein Ableger von Alexa, Siri oder Cortana anruft.

An diese Pest kommen noch nicht mal die Freundesanfragen leicht gekleideter Facebook-Mädels ran.

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