Sonnenaufgang

Ein Sonnenaufgang erfrischt mich. Der neue Tag beginnt, und ich freue mich auf ihn. Die Nacht ist abgeschüttelt und vorbei, ein neuer Anfang ist da.

Wenn ich morgens erwache, freue ich mich (meistens) auf den neuen Tag. Ich freue mich auf das Aufstehen, den ersten Kaffee, das Frühstück und meine Morgenroutine. Je nach Jahreszeit ist der Sonnenaufgang bereits vorbei oder steht er noch bevor. Das Hell werden lässt mich aufblühen und mich noch mehr auf den Tag freuen.

Manchmal schaffe ich es mit meinem Jogging am Morgen den Sonnenaufgang zu begrüßen. Das ist dann ein ganz besonderer Moment, den ich genieße. Manchmal stehen mir Aufgaben oder Tätigkeiten bevor, die ich mit Skepsis oder sogar Beklemmung sehe. Wenn ich aber in die aufgehende Sonne blicke, dann ist diese Skepsis verflogen. Das sind die ganz besonderen Momente, zu denen die Füße beginnen zu fliegen und der Atem mich abheben lässt. Manchmal denke ich an andere Momente zurück. Mit meinem Hund am Sonntag Morgen zum Übungsplatz laufen, die Fährtensuche beginnen. Zum Strand laufen, ausatmen. Auf der Terrasse sitzen und die Welt fühlen.

Sonnenaufgang. Die Nacht verabschieden und den neuen Tag begrüßen. IN Jedem Ende Liegt Ein Anfang.

Guten Morgen Welt.

Wer schreibt, der bleibt

Er schreibt. Seit fast fünf Jahrzehnten schreibt er. Zunächst war es mehr ein Kritzeln, ein tumbes Nach machen. Die Deutschaufsätze waren ihm ein Graus. Mathe war klar, einfach und logisch. Aber dieses Schreiben war ein Korsett, in das er nicht wollte. Bei Mathe war das anders.

Lesen war noch einfacher. Das Zeugs, das es in Büchern gab, flog ihm durch die Augen in seinen Kopf. Doch irgendwann genoß er das Schreiben ein kleines Bisschen mehr, immer mehr. Programme, die logisch und Sprache waren. Konzepte waren wie Programme. Die Sache mit den Konzepten ist jedoch die des Verwässerns durch Chefs und Auftraggeber.

Ihr kennt den Schreiber als den mit den Enden und Anfängen. Seine Anfänge und vor allem seine Enden schlugen sich in seinen Stücken nieder. Doch die Stücke waren mehr als Geschriebenes, sind mehr als Geschriebenes. Sie sind immer der Versuch des Verständlich seins verpackt mit Links, Zitaten, Erläuterungen. In der letzten Zeit fehlte dem Schreibenden etwas: Das Schreiben, einfach nur so. Nur der Schreibende, seine Gedanken und sein Text ohne Schnick-Schnack.

Er versuchte es mit Everfach und Medium. Everfach ist super einfach, und das Geschriebene bleibt in seiner Hand. Aber der Netzteil davon ist irgendwo in anderer Hand. Medium ist sogar noch einfacher. Aber Medium ist komplett in anderer Hand. Und dann fiel ihm auf, dass Links ihr Ziel nicht erreichen sondern nur dorthin zeigen. Die Anerkennung bleibt den Zielen verwehrt, denn das “rel=’nofollow’” ist zu viel.

Jetzt schreibt er gelegentlich vor sich hin. Nur Der Schreibende, seine Gedanken und sein Text.

Wer schreibt, der bleibt. Ich bleibe in meinem eigenen Blog, meinem eigenen WordPress. Vielleicht werdet Ihr den Schreibenden nicht mögen, aber er schreibt und bleibt.

Willkommen bei Frank Hamm, dem Schreibenden.