Süße kleine Links braucht die Welt!

Das World Wide Web, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2016. Das sind die Abenteuer unzähliger Websiten, deren Autoren und Publizisten seit Jahrzehnten unterwegs sind, um fremde Menschen, fremde Inhalte, fremde Zivilisationen zu erforschen. Verknüpft durch süße kleine Links …

Nein, so ist es leider nicht mehr. Ganz World Wide Web ist von Plattformen wie Facebook und Apps wie Instagram besetzt. Ganz World Wide Web? Nein! Ein von unbeugsamen Autoren bevölkertes Dorf, die „Blogosphäre“, hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Autoren wie Hossein Derakhshan oder Thomas Pleil machen den kapitalistischen Legionären das Leben nicht leicht.

Das Netz als Ort der Debatte – das war einmal der schöne Traum, vielleicht in Ansätzen gelebt von Bloggern vor gut zehn Jahren. Die Klage, dass diese Utopie wohl weitgehend zerstört ist, ist bei weitem nicht neu, aber zumindest formuliert wurde dieses Problem auch auf dieser re:publica.

(Die süßen kleinen Links brauchen unsere Hilfe)

World Wide Web
World Wide Web

Und was mache ich?

Meine Gedanken, meine Inhalte, mein Castle. Meine Beiträge verstecke ich nicht exklusiv in Plattformen und Apps. Meine Publikationsstrategie:

  • Blog First. Wenn ich etwas Längeres schreibe (also mehr als etwa 200 oder 300 Wörter), dann schreibe und publiziere ich das zuerst in einem Blog. Fachliche Themen zu Kommunikation, Kollaboration, Productivity, Tools etc. kommen in das INJELEA-Blog. Persönliche Kolumnen, Essays, starke Meinungsartikel kommen in Den Schreibenden, kurze Mosereien kommen schon mal in Den Taumler. Wenn ich den Inhalt und den Stil für andere Plattformen wie Medium, Linkedin oder Facebook Notes für geeignet halte, dann veröffentliche ich die Artikel dort ebenfalls (auf Facebook eventuell zukünftig als Instant Articles), gegebenenfalls angepasst an Plattform und „Zielgruppen“. Aber: My Blog is my Castle.
  • Kuratieren und empfehlen. Alles, was ich in diesem Netz finde und für lesenswert halte, landet zunächst in meiner Pocket. Dort entscheide ich, was ich damit anfange: Doch nicht lesen, lesen, empfehlen via Pocket, auf Twitter oder Facebook oder Linkedin via Buffer teilen, nach Pinboard und Diigo. Außerdem landen themenbezogen Empfehlungen in drei Magazinen auf Flipboard: Communications and Collaboration, Office & Productivity und Hawaii Magazine.
  • Blogroll. Ab und zu treffe ich noch einmal auf eine. Ich habe auch welche: Eine Blogroll ist bei INJELEA, eine Rheinhessen-Blogroll und eine Hawai’i-Blogroll sind beim Entspannenden. Disclosure: Ich habe die Überarbeitung selbiger gerade in meine never-ending Todo-List (wieder einmal) aufgenommen (Nachtrag: Nur noch die Hawai’i-Blogroll ist noch fällig).
  • Lesenswertes. Was ich für besonders lesenswert halte, landet in meinen Lesezeichen, die ich etwa alle drei bis vier Wochen veröffentliche. Meistens (okay, eigentlich immer) ist es ein Rundumschlag aller möglichen und unmöglichen fachlichen und persönlichen Themen. Collaboration, Social Business und Productivity müssen meine Leser genauso ertragen (wenn sie denn wollen) wie Hawai’i und Star Trek. Die Lesezeichen erzeugt ein WordPress-Plugin automatisch jeden Sonntag aus meinem PinboardRSS-Feed, der aus Pocket heraus gefüttert via IFTTT wird. Alle drei bis vier Wochen packe ich alle Lesezeichen in einen einzelnen Beitrag und schubse ihn in das World Wide Web. Notiz am Rande: Ich habe irgendwann vor ein paar Jahren einmal für etwa 5 Dollar einen lebenslangen Pinboard-Account gekauft.
  • Fotos, Fotos, Fotos. Ich schieße gerne Fotos, entweder mit meiner Panasonic Lumix DMC-FZ200 oder meinem Smartphone. Sehr, sehr viele davon landen in meinem Flickr-Stream, dort habe ich seit Juli 2005 einen Account. Eigentlich würde ich ja gerne mehr wirklich social mit Flickr sein, aber …. Seit 1. Januar 2011 läuft mein Fotoprojekt „Meine 365“, zunächst auf Tumblr beim Taumler, seit 1. Januar 2015 in einem eigenen WordPress-Blog. Auf magische Art und Weise landen die 365er-Fotos auf Flickr, Facebook und Twitter. Fotos mit meiner Lumix landen oft außer auf Flickr noch bei Dem Entspannenden.
  • Instagram? Meinen Instagram-Account habe ich vor einigen Wochen reaktiviert – aber irgendwie werde ich nicht warm mit Instagram. Möglicherweise auch deswegen, weil mir das dann zu viel wird, wenn ich ihn ernsthaft nutzen wollte.
  • Creative Commons. Wann immer es mir möglich ist, stelle ich meine Inhalte (Texte, Fotos, Grafiken etc.) als Creative-Commons-Lizenz zur Verfügung. Ich bin da nicht zimperlich. Wenn mich jemand anfragt, dann bekommt er/sie in der Regel Creative-Commons-Inhalte kostenlos für eine kommerzielle Verwendung, auch wenn das die Lizenz für den entsprechenden Inhalt ursprünglich nicht vorsieht (es sei denn, es geht um richtig viel Kohle, die derjenige/diejenige damit macht).

Das Netz gehört uns. Lasst es Euch nicht wegnehmen und einsperren!

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