Mein holpriger Weg von O2 zu EWR

Fritzfon

Mein Wechsel von O2 Business zu EWR (früher „Elektrizitätswerk Rheinhessen„) gestaltet sich auf der O2-Seite holprig. Dafür bekomme ich jetzt neue Telefonnumern – und ich bin den O2-Support für Geschäftskunden los.

Zwei Mal hat O2 einen Portierungsauftrag für meinen DSL-/Festnetzanschluss (Internet auf dem Lande: Tschüss Platzhirsche, hallo Rheinhessen!) wegen falscher Anschlussdaten abgelehnt. Also habe ich am Freitag ganz normal bei O2 gekündigt. Per Fax, weil die AGB von 2014 das (oder per Brief) so vorschreiben.

Der Wechsel von O2 zu EWR hat mir wieder gezeigt, wie schlecht der O2-Support für mich als Geschäftskunden ist. Nicht nur das mechanische zweimalige Ablehnen des Portierungsauftrags, sondern auch in besonderem Maße der Telefonsupport zeigten mir das. Beispielsweise musste ich am Freitag für ein dreiminütiges Telefonat mit der Geschäftskunden-Hotline eine halbe Stunde am Telefon hängen. Eigentlich waren es sogar zwei Telefonate, denn nach etwa 17 Minuten und der ersten Hälfte des Telefonats, hing ich wieder in der Warteschleife, weil die Mitarbeiterin in einer Fachabteilung nachfragte.

Zu Beginn eines Anrufes, nach den ganzen Abfragen (Vertragsfrage, technische Probleme etc.), kommt bei der O2-Kundenhotline immer die Bitte, ich solle doch „Ja“ sagen, wenn das Gespräch zur Verbesserung des Supports aufgezeichnet werden dürfe. Zunächst machte ich dieses Mal den Fehler, „Nein“ in ganz normalem Gesprächston zu sagen. Das verstand der Automat nicht. Dann wollte ich logisch nicht antworten. Ich sollte ja auch nur etwas (nämlich „Ja“) sagen, wenn ich die Aufzeichnung wollte. Also sagte ich einfach nichts. Das wurde auch nicht verstanden. Erst nach der erneuten, dritten Ansage (wonach ich dann wieder nichts sagte), ging es weiter.

Natürlich machte die O2-Ansage wie so oft mehrmals in der Warteschleife eine falsche Versprechung (Hervorhebung von mir):

Wir sind gleich persönlich für Sie da!

Das hat bei O2 noch nie funktioniert. Ganz anders bei EWR.

Bei der Herznet-Hotline von EWR kommen auch die bekannten Abfrageweichen (oder war es sogar nur eine?). Dann jedoch hatte ich innerhalb von 20 Sekunden eine sehr nette Person am Telefon, die in aller Ruhe mit mir telefonierte, meine Fragen beantwortete und mich beriet. Aufgrund der Portierungsschwierigkeiten hatte ich insgesamt bisher etwa sieben Telefonate, und die „Customer Experience“ am Telefon war jedes Mal positiv.

Die normale Kündigung hat jetzt den Vorteil, dass ich neue Telefonnummern bekomme. Die bisherigen Telefonnummern sind anscheinend auf irgendwelchen gehandelten Listen gelandet, so dass ständig jemand cold-call-mäßig anruft. Beispielsweise mal eine angebliche Blindenwerkstatt, dann diverse Krankenprivatversicherungsportale oder auch Energiekostenberatungsfirmen.

Die Print-Visitenkarten sind eh fast alle, und die brauche ich sowieso so gut wie nie. In diesem Neuland sind es auch nur wenige Seiten, auf denen diese Telefonnummern hinterlegt sind. Meistens ist das dort eine Sipgate-Nummer, die ich auch weiterhin für Impressum etc. verwende. Ein paar Leute rufen wir an. Das ist eine gute Gelegenheit, sich mal wieder zu unterhalten. Bei keinen von denen habe ich bis zum Gespräch bisher eine halbe oder gar ganze Stunde in der Warteschlange verbracht.

Endlich werde ich den O2-Support los.

Zumindest für meinen DSL-/Festnetzanschluss. Meine Mobilverträge laufen noch etwas länger. Noch …