Trekonomics: The Economics of Star Trek (Inkshares)

Trekonomics

Selten war meine Vorfreude auf ein Buch so groß wie die auf Trekonomics, das ich auf Inkshares finanzierte.

Dem einen oder anderen dürfte nicht entgangen sein, dass ich Science Fiction Fan im allgemeinen und Star Trek Fan im besonderen bin. Irgendwie (die Wege eines Vulkaniers sind unergründlich) stieß ich im Juli letzten Jahres auf entweder zuerst Inkshares oder zuerst auf Trekonomics.

Inkshares

Inkshares ist eine Crowdfunding-Plattform und gleichzeitig ein Verlag. Also wie Kickstarter für Bücher, bloß mit etlichen Leistungen für Autoren (siehe FAQ).

We’re a book publisher that has readers, not agents or editors, decide what we publish. We publish any work that successfully hits a pre-order threshold on our platform. By “publish” we mean that we edit, design, print, distribute, and market books. You can find our funded books here.

Trekonomics

Man nehme „Star Trek“ sowie „Economics„, mache sich Gedanken darüber und ein Buch daraus:

Trekonomics from Inkshares on Vimeo.

Jedenfalls stieß ich auf das Buchprojekt Trekonomics von Manu Saadia aka @trekonomics. Als Trekkie und Fan von Isaac Asimov faszinieren mich die Überlegungen, wie eine Volkswirtschaft, nein, die Wirtschaft eines Planetenverbundes, der United Federation of Planets, ohne Geld funktionieren könnte oder auch müsste angesichts des Überflusses („Abundance“) von Energie und dadurch via Replikatoren der Dinge.

…it no longer seemed so important whether the world was Adam Smith or Karl Marx. Neither made very much sense under the new circumstances.

  • Isaac Asimov, I, Robot

Ich entschloss mich, das Buch zu finanzieren. Als Crowdfunder bin ich ja sozusagen ein Investor und als solcher ein Stakeholder. Eine der Aspekte des Stakeholder-Konstrukts ist es übrigens, dass eine Person oder Organisation mehrere Stakeholder-Rollen innehaben kann. So bin ich weiterhin Stakeholder des Projekts in meinen Rollen als Kunde, Leser und Fan.

Einen guten Einblick in die Motivation Manus liefert der Artikel auf Tech Insider „If you grew up like me, then you’d be a Trekkie too“ (ausführlicher in der Einführung auf Inkshares).

Auch wenn ich in meiner Familie niemanden hatte, der unter dem Dritten Reich, der Gestapo oder gar Buchenwald zu leiden hatte, so sah ich doch Ähnlichkeiten in meiner Entwicklung. Auch ich war vom Kalten Krieg geprägt, er brachte mich dazu, der Bundeswehr beizutreten und eine Offizierlaufbahn einzuschlagen. Gleichzeitig war ich immer der Ansicht, dass es nicht „das Böse“ gibt (das kann ich mir nicht verkneifen: Das wäre möglicherweise eher etwas für Star Wars Fans). Auch die Vulkanier Klingonen (was hat mich da nur geritten) waren einmal, in der Originalserie (Star Trek: The Original Series (TOS), „das Böse“, „die Roten“. Doch schon in TOS deutete sich eine differenzierte Sichtweise an. Medaillen haben immer mehr als zwei Seiten.

Gerade in unserer Zeit, in der in der Wirtschaft eine Entwicklung weg von der reinen Hierarchielehre hin zu System- und Netzmodellen stattfindet, werden immer öfter Besitztümer und Statussymbole hinterfragt. Was wird wichtiger, wenn die Unternehmen immer mehr mit Kollaboration anstelle Wettbewerb agieren? Mit Communities, Rollen und Circles? Was macht das aus unserer Gesellschaft?

Was geschieht beispielsweise, wenn wir eine saubere und grenzenlose Kernfusion haben? Wenn wir tatsächlich den Mars kolonisiert haben und auf Rohstoffe anderer Planeten des Sonnensystems oder gar des Kuipergürtels zugreifen können? Was ist uns dann wichtig?

A lot has changed in three hundred years. People are no longer obsessed with the accumulation of ‚things‘. We have eliminated hunger, want, the need for possessions.

(Memory Apha Wikia: Money)

Nicht, dass ich glaubte, das mit meinen jetzigen 55 Jahren noch einmal erleben zu dürfen. Aber was wäre die Zukunft ohne das Denken darüber?

Trekonomics kommt am 31. Mai in den Buchhandel. Ihr könnt es auf Inkshares kaufen, oder auf Amazon.com oder Amazon.de (derzeit beide nur als Hardcover) vorbestellen.

Als Investor genieße ich gewisse Privilegien und habe mein E-Book-Exemplar bereits heruntergeladen. Doch ich werde es nicht antasten, denn mein „book has been shipped!

Your item arrived at our USPS facility in LOS ANGELES, CA 90009 on May 8, 2016 at 1:08 am. The item is currently in transit to the destination.

Weitere Inkshares

Interessanterweise bekam ich von Inkshares für bestimmte Aktionen (erstes Funding, erster Kommenter etc.) weitere „Credits“. So habe ich mir dann nach und nach weitere Bücher gekauft oder sie finanziert („funded“).

Murder at the Veterans’ Club (currently funding)

A 258-page mystery book:

When the newest member of Eric Peterkin’s London club is found stabbed to death, Eric throws himself into a quest for the truth: missing nurses, mistaken identity, morphine addiction, shell shock … the Great War is over, but the memories remain….

The Life Engineered (funded)

A 150-page science-fiction book by JF Dubeau:

Can our robot descendants avoid repeating the mistakes of humanity?

Ein wunderbarer Science Fiction, den ich sehr genossen habe. Demnächst wird JF Dubeau ein Folgebuch platzieren.

Unscalable (funded)

A 100-page startups book by Charlie Guo:

Unscalable uncovers Silicon Valley’s lesser-known backstories of failure and achievement. Interviews (GitHub, Zenefits, DoorDash and more) showcase eclectic strategies and experiments, revealing the long and unpredictable road to startup success.

Abomination (gekauft)

A 400-page historical-fantasy book by Gary Whitta:

Inspired by my love of medieval history, mythological fantasy, and good old-fashioned monster stories.

Gary Whitta ist Screenwriter (z.B. Book of Eli, After Earth, Rogue One: A Star Wars Story) und bezeichnet sich als „now, maybe, a novelist„.

Ageless (gekauft)

A 280-page science-fiction book by Paul Inman:

A woman faces the ultimate question: Is eternal life a gift or a curse?

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