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Abbrevatives generisches Neutrum. Das Mensch. Die Menschin. Der Menscher.

Ich bin es leid. Diese ständige Hin- und Hergewerfe von Vorwürfen, Argumenten und verordneten Vorschlägen. Alles, was ich an Vorschlägen für und wider das generische Maskulinum (muss es nicht „dem generischen Maskulinum“ heißen?) lese und höre, ist mir viel zu unsystematisch. Die vorhandenen Ausnahmeregeln in der deutschen Sprache werden nur noch verstärkt implantiert. Doppelnennungen oder Doppelnenningen sowie AnhängselInnen nehmen nur bestehende Substantive und erweitern das Chaos der sowieso schon nicht ganz einfachen und nicht gerade durchgängig systematischen deutschen Sprache.

Angeregt zu meinem Verdruss hat mich der Artikel von Antje Schrupp („Sprache: Es geht nicht um das „Mitgemeintsein“ von Frauen„), in der sie ihren Frust äußert. Was ich voll und ganz nachzuvollziehen und zu verstehen glaube. Aber mir geht es nicht um ihren Beitrag, so sehr ich auch ihn kritisieren mögen könnte (Gewusst? Kritik kann positiv, neutral und negativ sein).

Was wirklich fehlt, das ist eine neutrale Bezeichnung für Menschen mit einer bestimmten Eigenschaft oder Tätigkeit. Oder ohne. Oder mit einem bestimmten Geschlecht, oder ohne.

Die bisherigen Vorschlägen von allen möglichen Seiten (egal ob femininen, maskulinen oder sonstigen Geschlechts) sind mir alle zu lang und/oder zu umständlich. Und außerdem viel zu unsystematisch. Ich bevorzuge das abbrevative generische Neutrum:

  • Das Lehr. Die Lehrin. Der Lehrer.
  • Das Käuf. Die Käufin. Der Käufer.
  • Das Denk. Die Denkin. Der Denker.
  • Das Radfahr. Die Radfahrin. Der Radfahrer.
  • Das Deal. Die Dealin. Der Dealer.
  • Das Leit. Die Leitin. Der Leiter.
    (nicht zu verwechseln mit „Die Leiter“)
  • Das Mensch. Die Menschin. Der Menscher.

Kurz. Knackig. Eindeutig.

Also beispielsweise für eine Stellenanzeige: „Kaufmännisches Leit gesucht„.

Von Der Schreibende

Der Schreibende (* 14. April 1961 in Ingelheim am Rhein als Frank Hamm) ist Berater und Autor | Blogger, Jogger, SunriseRunner & Wanderer | Rheinhessen & Hawai'i Abhängiger | Science Fiction Fan, Philosoph & Trekkie. Der Schreibende lebt in der Ortsgemeinde Selzen (Rheinhessen). Im Blog Der Entspannende berichtet er über das Entspannen bei Wandern, Genuss und Kultur.

1 Anwort auf „Abbrevatives generisches Neutrum. Das Mensch. Die Menschin. Der Menscher.“

Ja, was fällt uns eigentlich ein, mit unserer deutschen Sprache so nachlässig umzugehen? „Der Mensch“ kann doch auch feminin sein, also „die Menschin“? Oder wenn mit „die Person“ ein männliches Wesen (das Wesen?) gemeint ist, sollte es dann vielleicht heißen „der Personerich“?
Vor Jahren war es üblich, eine weibliche Person bei bestimmter Veranlagung als „Lesbierin“ zu bezeichnen, weil „die Lesbe“ zu abfällig klang …
Unsere Sprache ist schon eine Herausforderung für uns Deutsche – wieviel mehr erst für diejenigen, die sie als Fremdsprache lernen (müssen).

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